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Ernährung in den Wechseljahren: So unterstützt du Muskeln, Knochen und Stoffwechsel

Ernährung in den Wechseljahren: So unterstützt du Muskeln, Knochen und Stoffwechsel

Die Wechseljahre sind eine natürliche Lebensphase. Trotzdem kann sich der Körper in dieser Zeit spürbar verändern: Muskelmasse lässt sich möglicherweise schwerer erhalten, das Körperfett kann sich anders verteilen und der Knochenabbau kann zunehmen. Gleichzeitig spielen Bewegung, Schlaf, Stress und die bisherigen Ernährungsgewohnheiten eine wichtige Rolle (WHO 2024; IMS 2026).

Eine spezielle „Wechseljahresdiät“ ist dafür nicht notwendig. Sinnvoller ist eine Ernährung, die bei einer zum persönlichen Bedarf passenden Energiemenge möglichst viele Nährstoffe liefert. Das Bundeszentrum für Ernährung (2026a) fasst diesen Ansatz mit „weniger Energie, mehr Nährstoffe“ zusammen.

Auch Nahrungsergänzungsmittel können in dieser Lebensphase eine Rolle spielen. Sie sind weder grundsätzlich notwendig noch grundsätzlich überflüssig. Entscheidend ist, welchen konkreten Zweck ein Produkt erfüllen soll, wie die eigene Versorgung aussieht und ob Dosierung und Zusammensetzung zur persönlichen Situation passen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Energieverbrauch kann in der Lebensmitte zurückgehen, während der Bedarf an Protein, Vitaminen und Mineralstoffen bestehen bleibt. Eine hohe Nährstoffdichte wird deshalb wichtiger (BZfE 2026a).
  • Muskelmasse wird durch das Älterwerden, die hormonelle Umstellung und das Aktivitätsniveau beeinflusst. Ausreichend Protein und Krafttraining gehören daher zusammen (IMS 2026; WHO 2020).
  • Für die Knochen sind unter anderem Calcium, Vitamin D, Protein und körperliche Belastung relevant (DGE 2012; DGE 2013; DGE 2017; IMS 2026).
  • Eine pflanzenbetonte Ernährung mit Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und pflanzlichen Ölen unterstützt eine hohe Nährstoffdichte (DGE 2024; BZfE 2026a).
  • Nahrungsergänzungsmittel können gezielt Versorgungslücken schließen. Sie sollten jedoch nach Bedarf und nicht allein aufgrund des Begriffs „Wechseljahre“ ausgewählt werden (BfR 2025).
  • Vitamin B6 trägt nach einem zugelassenen EU-Health-Claim zur Regulierung der Hormontätigkeit bei. Diese Aussage bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Produkt typische Wechseljahresbeschwerden behandelt (EU 2012).

Was sind die Wechseljahre?

Die Menopause bezeichnet den Zeitpunkt der letzten Monatsblutung. Rückblickend wird sie festgestellt, wenn zwölf Monate lang keine Menstruation mehr aufgetreten ist und keine andere Ursache dafür vorliegt. Die meisten Frauen erleben die natürliche Menopause zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr (WHO 2024).

Die Jahre vor und nach diesem Zeitpunkt werden häufig als Wechseljahre bezeichnet. Während dieser Phase schwankt die Funktion der Eierstöcke, und die Östrogenbildung nimmt langfristig ab.

Mögliche Begleiterscheinungen sind:

  • Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen
  • Schlafprobleme
  • Veränderungen des Zyklus
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsprobleme
  • vaginale Trockenheit

Nicht alle Frauen erleben diese Begleiterscheinungen. Welche Veränderungen auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind, ist individuell unterschiedlich (WHO 2024).

Warum verändert sich der Körper in den Wechseljahren?

Warum kann Muskelmasse leichter verloren gehen?

Muskelmasse nimmt mit zunehmendem Alter tendenziell ab. Bewegungsmangel, längere Phasen ohne Trainingsreiz, sehr einseitige Diäten und eine unzureichende Proteinversorgung können diesen Prozess verstärken. Auch die hormonellen Veränderungen rund um die Menopause können mit Veränderungen von Muskelmasse und Muskelkraft verbunden sein (IMS 2026).

Muskeln sind nicht nur für Sport wichtig. Sie werden beim Aufstehen, Tragen, Treppensteigen und Abfangen von Stürzen gebraucht. Muskelkraft unterstützt damit Beweglichkeit, Selbstständigkeit und Stabilität.

Warum kann die Knochendichte nach der Menopause abnehmen?

Knochen werden lebenslang auf- und abgebaut. Mit dem Rückgang des Östrogenspiegels kann sich dieses Gleichgewicht verändern, sodass der Knochenabbau stärker in den Vordergrund rückt (WHO 2024; IMS 2026).

Für den Erhalt der Knochen spielen mehrere Faktoren zusammen. Dazu gehören unter anderem eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D sowie regelmäßige körperliche Belastung (DGE 2012; DGE 2013; IMS 2026).

Warum kann sich Körperfett stärker am Bauch einlagern?

Eine Gewichtszunahme in der Lebensmitte ist nicht allein auf die Wechseljahre zurückzuführen. Auch Schlaf, Stress, Alltagsbewegung, Muskelmasse, Medikamente und Essgewohnheiten beeinflussen das Körpergewicht.

Die hormonelle Umstellung kann jedoch dazu beitragen, dass Körperfett häufiger im Bauchraum gespeichert wird. Deshalb kann sich der Taillenumfang verändern, obwohl die Zahl auf der Waage nur wenig steigt (IMS 2026).

Warum kann der Energiebedarf sinken?

Weniger Muskelmasse und weniger Alltagsbewegung können dazu führen, dass der Körper weniger Energie verbraucht. Der Bedarf an Protein, Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen bleibt jedoch bestehen.

Die passende Reaktion darauf ist nicht automatisch, sehr viel weniger zu essen. Sinnvoller sind Lebensmittel, die viele Nährstoffe mit einer guten Sättigung verbinden: Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Proteinquellen, Nüsse und pflanzliche Öle (BZfE 2026a; DGE 2024).

Protein und Krafttraining in den Wechseljahren: Warum beides zusammengehört

Wie viel Protein braucht man in den Wechseljahren?

Protein liefert Aminosäuren, die der Körper unter anderem zum Erhalt von Muskeln und anderem Körpergewebe benötigt.

Für gesunde Erwachsene unter 65 Jahren empfiehlt die DGE 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Ab 65 Jahren gilt ein Schätzwert von 1,0 g pro Kilogramm Körpergewicht (DGE 2017).

Für Frauen in den Wechseljahren werden teilweise höhere Mengen diskutiert. Die Studienlage für eine pauschale Empfehlung oberhalb des geltenden DGE-Referenzwertes ist jedoch nicht eindeutig. Praktisch sinnvoll ist es, zu jeder Hauptmahlzeit eine erkennbare Proteinquelle einzuplanen (BZfE 2026b).

Mehr zur persönlichen Menge und zu pflanzlichen und tierischen Proteinquellen erfährst du im Beitrag „Wie viel Protein brauchst du pro Tag?“.

Protein allein erhält die Muskulatur allerdings nicht. Muskeln benötigen zusätzlich einen regelmäßigen Belastungsreiz. Die WHO empfiehlt Erwachsenen muskelkräftigende Aktivitäten an mindestens zwei Tagen pro Woche (WHO 2020; IMS 2026).

Braucht man in den Wechseljahren Proteinpulver?

Proteinpulver ist keine Voraussetzung für eine gute Proteinversorgung in den Wechseljahren. Ob es im persönlichen Alltag dennoch eine praktische Ergänzung sein kann, hängt von Ernährung, Bedarf und Lebenssituation ab (BZfE 2026b). Wie du Proteinpulver sinnvoll einordnest, zeigt der Beitrag „Proteinpulver sinnvoll nutzen: Wann es hilft und worauf du achten solltest“.

Wie lassen sich die Knochen in den Wechseljahren unterstützen?

Wie viel Calcium wird in den Wechseljahren empfohlen?

Für Erwachsene werden täglich 1.000 mg Calcium empfohlen. Der Referenzwert verändert sich durch die Menopause nicht automatisch (DGE 2013).

Zu den Calciumquellen gehören unter anderem:

  • Milch und Milchprodukte
  • calciumangereicherte pflanzliche Alternativen
  • calciumreiches Mineralwasser
  • Brokkoli, Grünkohl und Rucola
  • Nüsse und Samen

Mineralwasser mit mehr als 150 mg Calcium pro Liter kann einen relevanten Beitrag zur Versorgung leisten. Den Calciumgehalt findest du in der Mineralstoffanalyse auf dem Etikett der Flasche (DGE 2013).

Welche Rolle spielt Vitamin D für die Knochen?

Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium und trägt zur Knochenstabilität bei. Die Hauptversorgung erfolgt über die körpereigene Bildung mithilfe von Sonnenlicht; nur wenige Lebensmittel enthalten größere Mengen (DGE 2012; DGE 2026).

Der Schätzwert von 20 µg Vitamin D pro Tag gilt unter der Voraussetzung, dass keine körpereigene Bildung stattfindet. Ein Vitamin-D-Präparat in Höhe des Referenzwertes kann in dieser Situation zur gezielten Versorgung beitragen (DGE 2026).

Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, hängt beispielsweise von Sonnenexposition, Jahreszeit, Hautbedeckung, Lebensstil und individuellem Versorgungsstatus ab. Die passende Dosierung sollte deshalb nicht allein aus allgemeinen Wechseljahresempfehlungen abgeleitet werden.

Wie unterstützt Ernährung Herz und Stoffwechsel in den Wechseljahren?

Mit der Menopause können sich Körperfettverteilung und verschiedene Herz-Kreislauf-Risikofaktoren verändern. Eine überwiegend pflanzliche und mediterran orientierte Ernährung ist deshalb eine sinnvolle Grundlage (WHO 2024; BZfE 2026a; IMS 2026).

Im Mittelpunkt stehen:

  • Gemüse und Obst
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkornprodukte
  • Nüsse und Samen
  • pflanzliche Öle
  • abwechslungsreiche Proteinquellen

Ballaststoffe sind dabei ein wichtiger Baustein. Sie können Verdauung und Sättigung beeinflussen und eine höhere Zufuhr ist mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden. Für Erwachsene gilt ein Richtwert von mindestens 30 g pro Tag (DGE 2021).

Mehr über Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und ihre Wirkung im Darm erfährst du im Beitrag „Ballaststoffe einfach erklärt: Funktion im Darm, Lebensmittel und 30 g am Tag“.

Wie sollte eine Mahlzeit in den Wechseljahren aufgebaut sein?

Eine ausgewogene Mahlzeit braucht keine spezielle Wechseljahresformel. Als Orientierung kann das Tellermodell dienen: Es kombiniert Gemüse oder Obst, eine sättigende Beilage und ein proteinreiches Lebensmittel. Eine kleine Fettkomponente, zum Beispiel pflanzliches Öl, Nüsse oder Samen, kann die Mahlzeit ergänzen. Die Mengenverhältnisse lassen sich an Hunger, Bewegung und den persönlichen Energiebedarf anpassen (SGE 2025).

Das Tellermodell hilft dabei, Mahlzeiten nährstoffreich und gleichzeitig alltagstauglich zusammenzustellen. Gerade in den Wechseljahren kann diese Struktur sinnvoll sein, weil sie Protein für die Muskulatur, Gemüse und Vollkorn für Ballaststoffe sowie eine passende Energiemenge miteinander verbindet.

Wie du Gemüse, Proteinquelle, sättigende Beilage und Fettkomponente konkret kombinierst, erfährst du im Beitrag „Ausgewogene Ernährung einfach erklärt: Mehr Vielfalt auf dem Teller“.

Beispieltag: So kann eine ausgewogene Ernährung in den Wechseljahren aussehen

Der folgende Tag ist eine Orientierung und kein individuell berechneter Ernährungsplan. Seine Struktur folgt dem Tellermodell und lässt sich an Hunger, Aktivität und persönliche Vorlieben anpassen (SGE 2025).

Mahlzeit Beispiel
Frühstück 60 g Haferflocken mit 150 g Naturjoghurt oder einer angereicherten Sojaalternative, dazu 110 g Obst und 25 g Nüsse oder Samen (DGE o. J.).
Mittagessen 220 g Gemüse (entsprechend etwa zwei Portionen) dazu 60-120 g Vollkorngetreide, Reis oder Nudeln, ungegart, oder alternativ ca. 250 g Kartoffeln. Als Proteinquelle beispielsweise 125 g gekochte Linsen, 120 g Fisch oder eine vergleichbare pflanzliche Proteinquelle (DGE o. J.).
Snack 110 g Obst mit 150 g Naturjoghurt oder alternativ 110 g Gemüsesticks mit einer kleinen Portion Hummus. Die Mengen können je nach Hunger angepasst werden (DGE o. J.).
Abendessen 120 g Vollkornbrot mit einer Proteinquelle wie Tofu, einem proteinreichen Aufstrich oder 30 g Käse, dazu mindestens 110 g Salat oder Rohkost (DGE o. J.).
Getränke Über den Tag verteilt rund 1,5 Liter Wasser oder andere kalorienfreie Getränke. Calciumreiches Mineralwasser mit mehr als 150 mg Calcium pro Liter kann zusätzlich zur Calciumversorgung beitragen (DGE o. J.; DGE 2013).

 

Der Tag verbindet Protein, ballaststoffreiche Lebensmittel, calciumreiche Komponenten und pflanzliche Fettquellen.

Welche Nahrungsergänzungsmittel können in den Wechseljahren sinnvoll sein?

Nahrungsergänzungsmittel können in den Wechseljahren eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn sie ein konkretes Versorgungsziel erfüllen. Das kann beispielsweise bei einer unzureichenden Vitamin-D-Eigenbildung, einer eingeschränkten Lebensmittelauswahl oder einer festgestellten Nährstofflücke der Fall sein. Ob ein Präparat tatsächlich sinnvoll ist, hängt jedoch von der individuellen Ernährung, dem Gesundheitszustand und dem persönlichen Bedarf ab. Die Wechseljahre allein sind daher kein automatischer Grund für die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (BfR 2025; DGE 2026).

Vitamin D: Wann kann eine Ergänzung sinnvoll sein?

Vitamin D unterstützt den Calciumstoffwechsel und trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei. Da die Hauptversorgung über die körpereigene Bildung in der Haut erfolgt, kann eine Ergänzung sinnvoll sein, wenn diese Bildung fehlt oder nicht ausreicht. In diesem Fall empfiehlt die DGE für Erwachsene 20 µg beziehungsweise 800 IE Vitamin D pro Tag (DGE 2012; DGE 2026).

Calcium: Wann kann eine Ergänzung sinnvoll sein?

Calcium ist ein wichtiger Baustein der Knochen. Zunächst lohnt sich ein Blick auf die Zufuhr über Milchprodukte, angereicherte pflanzliche Alternativen, calciumreiches Mineralwasser, grünes Gemüse, Nüsse und Samen. Mineralwasser mit mehr als 150 mg Calcium pro Liter kann einen relevanten Beitrag leisten; den Calciumgehalt findest du in der Mineralstoffanalyse auf dem Etikett (DGE 2013).

Magnesium und Vitamin B6: Welche Funktionen sind belegt?

Magnesium trägt laut zugelassenen EU-Health-Claims zu einer normalen Muskelfunktion und zur Erhaltung normaler Knochen bei. Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei. Diese Angaben beschreiben normale Körperfunktionen und dürfen verwendet werden, wenn das Produkt die jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen erfüllt. Sie sind nicht mit einer garantierten Wirkung gegen konkrete Wechseljahresbeschwerden gleichzusetzen (EU 2012).

Nahrungsergänzungsmittel auswählen: 5 Fragen vor dem Kauf

Vor dem Kauf können diese Fragen helfen:

1. Welches konkrete Ziel verfolge ich?

Ein Produkt sollte einen nachvollziehbaren Zweck erfüllen, zum Beispiel die Vitamin-D- oder Calciumversorgung ergänzen. „Für Frauen ab 40“ allein ist noch kein konkretes Versorgungsziel.

2. Wie viel nehme ich bereits auf?

Lebensmittel, angereicherte Produkte und weitere Nahrungsergänzungsmittel sollten gemeinsam betrachtet werden. Bei mehreren Kombinationsprodukten können sich einzelne Nährstoffe addieren.

3. Wie hoch ist die Tagesdosis?

Entscheidend ist nicht nur, welche Inhaltsstoffe enthalten sind, sondern in welcher Menge sie pro empfohlener Tagesportion aufgenommen werden.

4. Passt das Produkt zu Medikamenten und Erkrankungen?

Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme, hormonabhängigen Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose oder anderen chronischen Erkrankungen kann eine Rücksprache sinnvoll sein.

5. Was kann das Produkt realistisch leisten?

Ein Nahrungsergänzungsmittel kann einen Nährstoff liefern oder eine normale Körperfunktion unterstützen. Es ersetzt jedoch weder eine ausgewogene Ernährung noch Training, Schlaf oder eine notwendige medizinische Behandlung.

Können bestimmte Lebensmittel Hitzewallungen beeinflussen?

Ein einzelnes Lebensmittel kann Hitzewallungen nicht zuverlässig verhindern. Manche Frauen beobachten jedoch persönliche Auslöser wie Alkohol, Koffein, sehr scharfe Speisen oder heiße Getränke. Die Reaktionen sind individuell (BZfE 2026a; IMS 2026).

Statt vorsorglich zahlreiche Lebensmittel zu streichen, kann ein Symptomtagebuch für ein bis zwei Wochen helfen. Notiert werden können:

  • Zeitpunkt der Hitzewallung
  • vorherige Speisen und Getränke
  • Alkohol und Koffein
  • Schlaf
  • Stress
  • Bewegung

So lassen sich persönliche Muster erkennen, ohne die Ernährung unnötig einzuschränken.

Häufige Fragen zur Ernährung in den Wechseljahren

Muss ich in den Wechseljahren weniger essen?

Nicht automatisch. Der Energieverbrauch kann sinken, wenn Muskelmasse und Bewegung abnehmen. Häufig ist es sinnvoller, die Nährstoffdichte zu erhöhen, statt Mahlzeiten stark zu verkleinern (BZfE 2026a).

Brauche ich in den Wechseljahren mehr Protein?

Für Frauen unter 65 Jahren gilt grundsätzlich der DGE-Referenzwert von 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht. Höhere Mengen werden diskutiert, lassen sich aber nicht pauschal für alle Frauen empfehlen. Wichtig sind regelmäßige Proteinquellen und Krafttraining (DGE 2017; BZfE 2026b).

Braucht jede Frau in den Wechseljahren Vitamin D?

Nein. Vitamin D kann gezielt ergänzt werden, wenn die körpereigene Bildung nicht ausreicht oder ein entsprechendes Risiko besteht. Die passende Dosierung hängt von der individuellen Situation ab (DGE 2026).

Sind Nahrungsergänzungsmittel in den Wechseljahren sinnvoll?

Sie können sinnvoll sein, wenn sie ein konkretes Versorgungsziel erfüllen. Die Auswahl sollte sich an Ernährung, Bedarf, Dosierung, Medikamenten und Vorerkrankungen orientieren und nicht allein an allgemeinen Wechseljahresversprechen (BfR 2025).

Unser Achterhof-Gedanke: Was in den Wechseljahren wirklich zählt

Die Wechseljahre verlangen keine perfekte Ernährung und keine möglichst lange Verbotsliste.

Wichtiger ist es, die Grundlagen verlässlich aufzubauen: abwechslungsreiche Mahlzeiten, eine erkennbare Proteinquelle, viel Pflanzenvielfalt, regelmäßige Bewegung und ausreichend Zeit für Erholung.

Nahrungsergänzungsmittel können diese Basis gezielt ergänzen. Ein Vitamin-D-Produkt kann beispielsweise zur Versorgung beitragen, wenn die körpereigene Bildung nicht ausreicht. Ein Mineralstoffprodukt kann eine konkrete Lücke schließen. Proteinpulver kann eine Mahlzeit praktisch ergänzen. Und Kombinationsprodukte mit Vitaminen und Pflanzenstoffen können Teil einer persönlichen Routine sein.

Entscheidend ist, dass das Produkt zum eigenen Ziel passt und nicht, dass möglichst viele Inhaltsstoffe gleichzeitig enthalten sind.

Die zentrale Frage lautet deshalb nicht: Welches einzelne Produkt löst alle Veränderungen der Wechseljahre? Sondern: Welche Ernährung, Bewegung und gezielte Ergänzung passen zu meinem Körper und meinem Alltag?

Quellen & fachliche Orientierung

  • BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung. (2025). Über Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln. Verfügbar unter: https://www.bfr.bund.de/presseinformation/ueber-sinn-und-unsinn-von-nahrungsergaenzungsmitteln/ (Zugriff: 06.07.2026)
  • BZfE – Bundeszentrum für Ernährung. (2026a). Anders essen in den Wechseljahren: Weniger Energie, mehr Nährstoffe. Stand: 18.03.2026. Verfügbar unter: https://www.bzfe.de/presse/pressemeldungen-archiv/anders-essen-in-den-wechseljahren (Zugriff: 06.07.2026)
  • BZfE – Bundeszentrum für Ernährung. (2026b). Mehr Protein in den Wechseljahren? Studienlage uneinheitlich. Stand: 29.04.2026. Verfügbar unter: https://www.bzfe.de/presse/pressemeldungen-archiv/mehr-protein-in-den-wechseljahren (Zugriff: 06.07.2026)
  • DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung. (o. J.). DGE-Ernährungskreis. Verfügbar unter: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-ernaehrungskreis/ (Zugriff: 21.07.2026)
  • DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung. (2012). Vitamin D – Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Verfügbar unter: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/ (Zugriff: 06.07.2026)
  • DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung. (2013). Calcium – Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Verfügbar unter: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/calcium/ (Zugriff: 06.07.2026)
  • DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung. (2017). Protein – Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Verfügbar unter: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/protein/ (Zugriff: 06.07.2026)
  • DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung. (2021). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Ballaststoffen. Verfügbar unter: https://www.dge.de/fileadmin/dok/gesunde-ernaehrung/faq/DGE-FAQ-Ballaststoffe-2021.pdf (Zugriff: 06.07.2026)
  • DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung. (2024). Gut essen und trinken – die DGE-Empfehlungen. Verfügbar unter: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-empfehlungen/ (Zugriff: 06.07.2026)
  • DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung. (2026). Nahrungsergänzungsmittel. Stand: 02.06.2026. Verfügbar unter: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/nahrungsergaenzungsmittel/ (Zugriff: 06.07.2026)
  • EU – Europäische Union. (2012). Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. Konsolidierte Fassung vom 20.08.2025. Verfügbar unter: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:02012R0432-20250820 (Zugriff: 06.07.2026)
  • IMS – International Menopause Society. (2026). Recommendations and Key Messages on Women’s Midlife Health and Menopause. Verfügbar unter: https://www.imsociety.org/wp-content/uploads/2026/03/IMS-Recommendations-Full-Document.pdf (Zugriff: 06.07.2026)
  • SGE – Schweizerische Gesellschaft für Ernährung, BLV – Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen & Gesundheitsförderung Schweiz. (2025). Der ausgewogene Teller. Verfügbar unter: https://www.sge-ssn.ch/de/empfehlungen/offizielle-empfehlungen/ausgewogener-teller/ (Zugriff: 06.07.2026)
  • WHO – World Health Organization. (2020). WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour. Verfügbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/9789240015128 (Zugriff: 06.07.2026)
  • WHO – World Health Organization. (2024). Menopause. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/menopause (Zugriff: 06.07.2026)

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